Arbeitnehmer: Entfernungspauschale - Steuertipps

Die Pendlerpauschale, auch Entfernungspauschale genannt, ist eine der wichtigsten Werbungskosten für Arbeitnehmer und eine wichtige Betriebsausgabe für Freiberufler. Allein durch sie sparen viele Pendler mehrere 100 Euro Steuern im Jahr, manche sogar über 1.000 Euro. Wie das geht, steht im Grundlagenartikel "Pendlerpauschale richtig nutzen". Mit dem kostenlosen Rechner stellen Sie fest, wie viel Pendlerpauschale Ihnen pro Jahr zusteht.

Das Wichtigste in Kürze: Über die Pendlerpauschale machen Sie die Kosten für Fahrten geltend, die Sie zu Ihrem üblichen Arbeitsort zurücklegen. Zum Beispiel zu Ihrem Handwerksbetrieb, Ihrer Einzelhandelsfiliale oder Ihrem eigenen, festen Zimmer im Bürohaus oder festen Coworking-Space. Der korrekte Fachbegriff für diesen üblichen Arbeitsort lautet "erste Tätigkeitsstätte". Für die Strecke von Ihrem Haus oder Wohnung zu dieser ersten Tätigkeitsstätte machen Sie 0,30 Euro pro Kilometer geltend. "Strecke" wiederum heißt, dass es wirklich nur um die einfache Entfernung geht, nicht um die Kilometer für Hinfahrt plus Rückfahrt. Daher kommt auch der Fachbegriff: Entfernungspauschale (Pendlerpauschale hat sich eher umgangssprachlich unter den Pendlern durchgesetzt).

Wichtig: Die Pendlerpauschale ist zu unterscheiden von den Fahrtkosten auf einer Dienst- oder Geschäftsreise (Reisekosten). Letztere sparen noch mehr Steuern als die Pendlerpauschale, sind aber nur für wechselnde Einsatzorte möglich. Sprich: alle Orte außer der oben genannten ersten Tätigkeitsstätte.

Die Pendlerpauschale geht wie viele andere Steuerprinzipien auf den Grundsatz der Steuergerechtigkeit zurück: Jeder Steuerpflichtige in Deutschland soll nur nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert werden. Wer weite Strecken zur Arbeit zurücklegen muss, dem entstehen dadurch Kosten, wodurch er - nach dieser Denkweise - wirtschaftlich weniger leistungsfähig sei als zum Beispiel ein Arbeitskollege, der lediglich zwei Häuser vom Arbeitsplatz entfernt wohnt. Kritiker wenden an diesem Punkt ein, dass die weiter entfernte Wohnung häufig günstiger sei, zum Beispiel Vorort versus Innenstadt. Daher sei es nicht nötig den Pendlerverkehr zu subventionieren.

Unsere Artikel zur Pendlerpauschale stehen hier:

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