Die EU-Steuer kommt, sie ist nur eine Frage der Zeit

vom 06. März 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)
Von: Lutz Schumann

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Europäische Union (EU) kann es nicht lassen. Schon 2001 machte sich Brüssel für eine EU-Steuer stark. Jetzt hat EU-Kommissar László Kovács erneut eine eigene Steuer gefordert. Dadurch würden Konflikte über das EU-Budget der Vergangenheit angehören, argumentiert Kovács. Damit sich die EU-Finanzminister nicht monatelang über das Budget der EU streiten müssen – wie es Ende vergangenen Jahres der Fall war – solle die EU lieber selbst Steuern einnehmen können.

Eine solche Steuer soll jeder EU-Bürger dafür berappen, dass er in den Genuss so "nützlicher" Dinge kommt wie hoher (Agrar-)Subventionen, abgestimmter Ferientermine, EU-weit genormter Auto-Kennzeichen und Führerscheine sowie einer abgesprochenen Zinsbesteuerung nebst Kontrollmitteilungen.

Außerdem hat der Vorschlag einen weiteren Vorteil für die EU: Die Bürger haben keine richtige Interessensvertretung. Das heißt, wenn das Geld nicht reicht, kann Brüssel nach Belieben an der Steuerschraube drehen, ohne dass größere Gegenwehr zu erwarten ist.

Dass damit die Steuerbelastung in Hochsteuerländern wie Deutschland weiter wachsen würde, nehmen die EU-Politiker billigend in Kauf. Oder glauben Sie, dass auch nur ein EU-Staat auf Steuergelder verzichtet, weil die EU direkt abkassiert?

Doch was können wir EU-Bürger tun? Als Skeptiker oder gar Gegner bliebe nur der Wohnsitzwechsel. Eine weitere Alternative: möglichst vieler Steuersparchancen ausnutzen. Dabei helfe ich Ihnen in bewährter Art und Weise mit dem Internetportal "Steuer-Schutzbrief", mit unserem wöchentlichen E-Mail-Newsletter und unserem internationalen Netz aus Steuerberatern, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern – versprochen.

Ich wünsche Ihnen in dieser Woche viel Erfolg, Ihr

Lutz Schumann

Lutz Schumann
Chefredakteur