Editorial

Hier lesen Sie aktuelle Kommentare und Kurzinformationen über Steuern, Geld, Politik und Bürokratie.

Jetzt wird das Internet zur sprudelnden Steuerquelle

vom 31. Mai 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin, fast könnte man an einen Aprilscherz glauben. Doch der 1. April ist längst vorbei und ich befürchte, dass es ernst gemeint ist: die E-Mail- und SMS-Steuer. Abgeordnete des EU-Parlaments brachten eine europaweite Steuer auf E-Mails und Kurznachrichten (SMS) ins Gespräch, mit der die künftige Finanzierung der Staatengemeinschaft gesichert werden soll. Eine Arbeitsgruppe des Parlaments diskutiert derzeit einen Vorschlag des französischen Abgeordneten...[weiterlesen...]

Berlin dreht an der Steuerschraube

vom 14. Mai 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, letzten Mittwoch war es soweit: Am 10. Mai 2006 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Steueränderungsgesetzes 2007 endgültig verabschiedet. Die Folge für uns Steuerzahler: Steuervergünstigungen werden weiter abgebaut und es kommen neue Belastungen auf uns zu. Mit diesen (ersten) Änderungen müssen Sie rechnen: Arbeitszimmer: Sie dürfen Kosten für das häusliche Arbeitszimmer nur noch dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzen, wenn es den Mittelpunkt...[weiterlesen...]

Tappen Sie bei ausländischen Wertpapieren nicht in die Steuerfalle!

vom 04. Mai 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, in diesem Jahr können sich die Anleger freuen, die in Dax-Unternehmen investiert sind. Ihnen winkt eine Rekordausschüttung von 21 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2005. Damit liegen die deutschen Aktiengesellschaften im internationalen Vergleich der Dividendenrendite nicht an der Spitze. In Großbritannien liegt die Dividendenrendite bei 3,5 Prozent, in Italien bei 3,3 Prozent. Auf den weiteren Plätzen liegen Holland (3,1 Prozent), Spanien (2,7 Prozent) und...[weiterlesen...]

Die geplanten Steuererhöhungen bestrafen diejenigen, die bereits jetzt hohe Abgaben zahlen

vom 21. April 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, 2007 droht uns die größte Steuererhöhung aller Zeiten. Neben der höheren Mehrwertsteuer sollen ebenfalls eine Reichensteuer eingeführt, die Erbschaftsteuer reformiert, eine Gesundheitsreform auf den Weg gebracht und Erlöse aus Aktien- und Immobilienverkäufen mit einer Wertzuwachssteuer belegt werden. Nachdem nun auch noch das Bundesverfassungsgericht den so genannten Halbteilungsgrundsatz gekippt hat, wonach der Staat höchstens 50 Prozent der Erträge eines...[weiterlesen...]

Keine Liebhaberei bei Immobilien

vom 21. März 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser Liebhaberei – mit diesem magischen Wort versucht der Fiskus, verlustträchtigen Existenzgründungen nach einer gewissen Frist den Garaus zu machen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die mehr oder weniger hohen Verluste werden oft mit anderen positiven Einnahmen Steuern sparend verrechnet, etwa Mieten oder Kapitaleinkünften. Die Finanzverwaltung versuchte dieses Spielchen jetzt auch bei Immobilien. Denn auch hier werden oftmals jahrelang dicke Verluste geschrieben...[weiterlesen...]

Der Halbteilungsgrundsatz muss ins Grundgesetz!

vom 19. März 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, schade, es wäre auch zu schön gewesen! Doch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat in der letzten Woche den so genannten "Halbteilungsgrundsatz" gekippt, wonach Erträge höchstens zur Hälfte besteuert werden dürfen. Den "Halbteilungsgrundsatz" hatte der damalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof 1995 im Zusammenhang mit der Vermögensteuer aufgestellt. Die amtierenden Verfassungsrichter stellten in ihrem aktuellen Urteil klar, dass dieser...[weiterlesen...]

Die EU-Steuer kommt, sie ist nur eine Frage der Zeit

vom 06. März 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, die Europäische Union (EU) kann es nicht lassen. Schon 2001 machte sich Brüssel für eine EU-Steuer stark. Jetzt hat EU-Kommissar László Kovács erneut eine eigene Steuer gefordert. Dadurch würden Konflikte über das EU-Budget der Vergangenheit angehören, argumentiert Kovács. Damit sich die EU-Finanzminister nicht monatelang über das Budget der EU streiten müssen – wie es Ende vergangenen Jahres der Fall war – solle die EU lieber selbst Steuern einnehmen können. Eine...[weiterlesen...]

Schluss mit der gedankenlosen Kreditaufnahme!

vom 21. Februar 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, der Schuldenberg von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern ist mittlerweile auf fast 1,5 Billionen Euro angewachsen. In jeder Sekunde wächst das Problem um weitere 2.113 Euro. Die Zahlungen für Zinsen und Tilgung belasten die öffentlichen Haushalte immer mehr und verhindern eine Senkung der Steuersätze. Die große Koalition startete dennoch unverdrossen mit einer Rekord-Nettokreditaufnahme von über 40 Milliarden Euro allein für den Bund – und...[weiterlesen...]