Editorial

Hier lesen Sie aktuelle Kommentare und Kurzinformationen über Steuern, Geld, Politik und Bürokratie.

Teures neues Jahr – was sich 2007 ändert

vom 09. Januar 2007 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, das neue Jahr bringt uns zahlreiche Veränderungen – leider kosten die meisten davon bares Geld. Was 2007 auf uns zukommt auf einen Blick: Mehrwertsteuer: Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Der ermäßigte Satz von 7 Prozent bleibt unverändert bestehen. Versicherungssteuer: Erhöhung der Versicherungssteuer um 3 Punkte auf 19 Prozent. Von der Steuererhöhung ausgenommen sind Lebens-, Renten- und Krankenversicherungen. Arbeitslosenversicherung: Der...[weiterlesen...]

Richtige Steuersparmodelle werden rar

vom 22. Dezember 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, die große Koalition hat letzte Woche entschieden: Es bleibt beim rückwirkenden Aus für die so genannten Wertpapierhebelfonds zum 1. Januar 2006. Diese Entscheidung leuchtet ein: Immerhin droht sonst ein Steuerausfall von mindestens 700 Millionen Euro. Haben Anleger doch allein in diesem Jahr in der Hoffnung auf Steuervorteile rund 800 Millionen Euro in diese Produkte gesteckt. Das Steuersparmodell sollte so funktionieren: Bei der privaten Aufnahme von Krediten...[weiterlesen...]

Lohnt sich ein Umzug wegen des Finanzamts?

vom 14. Dezember 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, viele Bundesbürger, vor allem Besserverdienende, sagen Deutschland ade. Wohnsitzverlagerungen ins Ausland sind wegen der hohen Steuerbelastung derzeit groß in Mode. Wenn es dagegen um die reine Prüfung der persönlichen Steuerangelegenheiten geht, kann sich schon allein der Umzug innerhalb Deutschlands lohnen. Hintergrund: Der Bundesrechnungshof bemängelte jüngst die drastischen Unterschiede bei der systematischen Prüfung so genannter Einkommensmillionäre – also...[weiterlesen...]

Wenn der Fiskus die Marktwirtschaft entdeckt

vom 06. Dezember 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, super, die deutsche Finanzverwaltung hat die Marktwirtschaft entdeckt! Wenn Sie jetzt jedoch meinen, damit würde sich die Effizienz verbessern – immerhin nicht unbedingt ein charakteristisches Merkmal in deutschen Amtsstuben –, sind Sie auf dem falschen Dampfer. Denn nicht die Effizienz wird verbessert, sondern die Einnahmen. Und damit bezahlen dummerweise mal wieder wir Steuerzahler die Zeche. Hintergrund: Wer von seinem Finanzamt eine verbindliche...[weiterlesen...]

Besserverdienenden droht Ungemach vom Fiskus

vom 19. November 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, Lieber Leser, der Bundesrechnungshof kritisiert in seinem diesjährigen Bericht die Prüfungspolitik der Finanzämter: Gerade einmal 15 Prozent aller Einkommensmillionäre würden von den Finanzämtern regelmäßig überprüft – und das, obwohl laut interner Dienstanweisung mindestens 80 Prozent der Steuererklärungen von Spitzenverdienern mit Einkommen von mehr als 500.000 Euro penibel unter die Lupe genommen werden sollen. Dabei lohne sich der intensive Check, sagt der...[weiterlesen...]

Eine Nummer von der Geburt bis zur Bahre

vom 11. November 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, nun wird es langsam ernst: Jeder Bundesbürger erhält zum 1. Juli 2007 ein einheitliches Identifikationsmerkmal, die neue, lebenslang gültige Identifikationsnummer. Diese soll die bisherige Steuernummer ersetzen. Der Traum der Politiker vom gläsernen Bürger wird damit Wirklichkeit. Mindestens seit 1999 spinnt der Staat ein immer engeres Netz zur Überwachung des Bürgers: Arbeits- und Sozialämter können seitdem über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht...[weiterlesen...]

Bundesfinanzminister Steinbrück zeigt Steuerberatern die kalte Schulter

vom 27. Oktober 2006 (aktualisiert am 15. Januar 2018)

Liebe Leserin, lieber Leser, da staunten die rund 1.500 Steuerberater nicht schlecht, die der Grußrede von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück anlässlich des 29. Deutschen Steuerberatertags in Berlin lauschen wollten: Der oberste deutsche Kassenwart hatte seinen Auftritt kurzfristig abgesagt und stattdessen eine Staatssekretärin geschickt. Seine Partei war ihm wichtiger als die Steuerberater, immerhin kompetente Partner der Finanzverwaltung. Die Absage verwundert umso mehr, als der...[weiterlesen...]

Die Reichensteuer ab 1. Januar 2007 ist reine Augenwischerei

vom 12. Oktober 2006 (aktualisiert am 17. September 2017)

Liebe Leserin, lieber Leser, am 1. Januar 2007 ist es so weit: Die "Reichensteuer" für Ledige mit einem Einkommen über 250.000 Euro und für Verheiratete über 500.000 wird eingeführt. Für diese Top-Verdiener steigt der Spitzensteuersatz um 3 Punkte auf 45 Prozent. Meiner Meinung nach sind die Einnahmeeffekte durch die Reichensteuer minimal. Die neue Steuer hat für mich nur symbolischen Wert. Da sich nur wenige Bürger unmittelbar berührt fühlen, ist die Steuer populär. Nur etwa 60.000...[weiterlesen...]