Steuerberater suchen und finden

Einen guten Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu finden, ist leicht - wenn Sie wissen, wo Sie suchen müssen. Weiter unten geben wir Ihnen Tipps, wie und anhand welcher Merkmale Sie auf eigene Faust eine Steuerberaterin oder Steuerberater finden, die oder der Sie möglichst für den Rest Ihres Lebens begleitet.

Unser Tipp von der Redaktion des Steuer-Schutzbriefs: Sparen Sie sich diese Arbeit und das Fehlerrisiko. Nutzen Sie eine der folgenden Vermittlungshilfen. Extra-Vorteil: So finden Sie schnell einen Profi, dessen Fachwissen und Tätigkeitsschwerpunkt zu Ihren konkreten Anforderungen passt:

1. Suchhilfen und Vermittler im Internet

Kostenlose Vermittlung durch Ageras

Neuer Service: Leser des Steuer-Schutzbriefs erhalten 3 kostenlose und unverbindliche Vorschläge passender Berater.

Unser Werbepartner Ageras will den Markt für Steuerberatung, Buchhaltung und Wirtschaftsprüfung für Mandanten und vor allem Laien durchsichtiger machen. Ageras ist ein unabhängiger Vermittler mit bundesweitem Netzwerk aus Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Die Vermittler gleichen Ihre Bedürfnisse und Vorgaben mit den Profilen und Fachgebieten des Netzwerks ab und schlagen Ihnen kostenlos und unverbindlich 3 Berater vor. Um Vorschläge zu bekommen, füllen Sie diese Eingabebox aus:

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Hier finden Sie Kundenstimmen zu Ageras (Dienstleister: Trustpilot)

Steuerberaterkammer

Wenn Sie einen spezialisierten Steuerberater suchen, zum Beispiel auf Auslandserfahrung, Firmennachfolge oder Branchenkenntnisse, können Sie sich an die zuständige Steuerberaterkammer wenden.

Deutscher Steuerberaterverband

Dieser Berufsverband für Steuerberater betreibt eine Internet-Suchmaschine mit 15.079 Einträgen (Stand: September 2017). Die Angaben zu Tätigkeits- und Interessenschwerpunkten stammen von den Beratern selbst und werden nicht kontrolliert.

Wirtschaftsprüferkammer

Hier finden Sie das Berufsregister der Wirtschaftsprüferkammer mit Suchfunktion.

2. Hören Sie sich im Freundes- und Bekanntenkreis um

Fragen Sie Bekannte, Arbeitskollegen oder befreundete Firmenchefs und Bankmitarbeiter nach Empfehlungen. So machen Sie sich Erfahrungen anderer zunutze. Doch Vorsicht: Diese subjektiven Beurteilungen können nur ein Anhaltspunkt sein. Ein empfohlener Berater kann trotzdem für Sie ungeeignet sein.

3. Suchen Sie in Ihrer Region

Achten Sie darauf, dass die Kanzlei Ihres Beraters nicht mehr als 50 Kilometer von Ihrem Firmenstandort oder Wohnort entfernt ist. Die entscheidenden Vorteile:

  • Sie können Probleme im Vier-Augen-Gespräch und nicht nur am Telefon klären,
  • Ihr Steuerberater kennt das für Sie zuständige Finanzamt und die Eigenarten der dort tätigen Beamten.

Achtung: Nach Spezialisten sollten Sie hingegen bundesweit suchen.

4. Durchleuchten Sie Ihre engere Auswahl von Beratern

Schauen Sie sich die Internetauftritte an

Die meisten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben eine eigene Homepage im Internet. Darauf finden Sie Informationen zur Kanzlei, zum Beispiel das Entstehungsdatum, die Anzahl der Mitarbeiter, die Tätigkeits- und Interessenschwerpunkte sowie nützliche Tipps. Die Homepage vermittelt Ihnen einen ersten Eindruck vom Angebot des Beraters.

Passt der Berater zu Ihnen?

Haben Sie mehrere Berater in der engeren Auswahl, kommen Sie um ein persönliches Erstgespräch nicht herum. Schließlich muss die "Chemie" zwischen Ihnen und dem Berater stimmen. Übrigens: Die Höchstgrenze für ein erstes Beratungsgespräch beträgt 190 Euro (Quelle: aktuelle Steuerberatergebührenverordnung, gültig seit 2013.

Mit diesen Fragen testen Sie Ihren neuen Steuerberater:

Selbsttest-Checkliste: Wie gut ist mein/e (neue/r) Steuerberater/Steuerberaterin?

Prüfpunkt Ja Nein
Für Privatkunden
Informiert der Steuerberater seine Mandanten auch ohne konkrete Nachfrage regelmäßig über aktuelle Änderungen bei Steuern und Sozialversicherung, zum Beispiel durch Mandantenrundschreiben?
Macht der Steuerberater von sich aus Vorschläge zum Steuern Sparen, sowohl im betrieblichen wie im privaten Bereich?
Vertritt der Steuerberater konsequent die Interessen seiner Mandanten gegenüber dem Finanzamt - bis hin zu dem Versuch, die Steuervorteile aus seinen Gestaltungen notfalls auch vor Gericht durchzusetzen?
Kann der Steuerberater gerichtliche Erfolge gegen die Finanzverwaltung vorweisen?
Nimmt der Steuerberater sich genug Zeit für seine Mandanten?
Erledigt er Anfragen schnell und unkompliziert?
Bewegt sich sein Honorar maximal im mittleren Bereich?
Reagiert der Berater positiv (prüfend) auf Steuerspar-Vorschläge seiner Mandanten, zum Beispiel aus dem Steuer-Schutzbrief, Fachzeitschriften, dem Internet oder Newslettern?
Für Firmenkunden
Erhalten Mandanten Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) zeitnah (bei monatlichen BWA innerhalb von 2 bis 5 Tagen nach Buchungsschluss)?
Kennt sich der Steuerberater in Ihrer Branche aus?
Analysiert und kommentiert der Berater die erstellten BWA von sich aus?
Bespricht der Berater die Bilanz mit dem Mandanten persönlich vor der endgültigen Erstellung?
Stellt der Berater die Bilanz so rechtzeitig fertig, dass der Mandant sie noch als Planungsinstrument für das laufende Jahr nutzen kann?
Bietet der Steuerberater auch eine betriebswirtschaftliche Beratung an, etwa bei anstehenden Investitionen, Finanzierung und Erweiterungsplänen?
Bespricht er während des Jahres regelmäßig den Geschäftsgang der Firma mit seinen Mandanten?
Verwendet der Steuerberater sein Wissen über die Firma seiner Mandanten zu aktiver Beratung (Investitions- und Personalplanung, Rechtsformwahl etc.)?
Überprüft der Steuerberater bereits getroffene Verträge (Gesellschafts-, Geschäftsführervertrag, Erbfolgereglung etc.) in Hinblick auf neue gesetzliche Änderungen?
Reagiert er positiv (prüfend) auf Steuerspar-Vorschläge seiner Mandanten, zum Beispiel aus dem Steuer-Schutzbrief, Fachzeitschriften, dem Internet oder Newslettern?
Wenn eine Betriebsprüfung angesetzt ist: Wie bereitet der Berater seine Mandanten darauf vor?
Stimmt er vor der Betriebsprüfung, spätestens aber vor der Schlussbesprechung, eine Strategie mit seinen Mandanten ab?
Erstellt der Berater Honorarabrechnungen so, dass Mandanten ohne größeren Aufwand erkennen können, für welche Leistungen wie viel Gebühren angefallen sind?
Macht der Berater seine Mandanten auf Möglichkeiten aufmerksam, wie Sie Honorarkosten sparen, zum Beispiel durch Selbstbuchen der Belege im Büro des Mandanten?
Profitieren die Mandanten von besonderen Branchenkenntnissen des Steuerberaters?
Ist der Berater auch für Innovationen offen, beispielsweise beleglose Buchführung (Einscannen der Belege) und die Einführung eines firmeneigenen Controllings?
Unterstützt der Steuerberater seine Mandanten bei ihren Anstrengungen Kosten zu sparen und sinnvolle Rationalisierungen einzuführen?

Was das Testergebnis aussagt: Je mehr Ja-Antworten Sie haben, desto besser passt der Berater zu Ihnen.

Nadel im Heuhaufen

Übrigens: Im deutschen Berater-Dschungel gibt es 60.177 selbstständige Steuerberater/innen und 54.385 Steuerberaterpraxen (Stand: 1. Januar 2017, Quelle: Bundessteuerberaterkammer) sowie 14.668 Wirtschaftsprüfer/innen und 2.944 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Stand 1. Juli 2017, Quelle: Wirtschaftsprüferkammer).

Wegen dieser Fülle an Möglichkeiten empfehlen wir Ihnen noch mal, einen kostenlosen Vermittler wie Ageras zu nutzen. Ein paar Beispiele, wie und warum ein Vermittler hilfreich ist:

  • Sie wohnen in Deutschland und arbeiten im Ausland. Oder anders herum. Damit sind Sie schon ein Sonderfall. Sie brauchen einen Spezialisten für Grenzgänger.
  • Sie haben ein behindertes Kind. Auch damit sind Sie - so böse es klingt - ein Sonderfall, der einen Steuerberater benötigt. Wenn Sie jetzt noch eine besondere Therapie bei den außergewöhnlichen Belastungen anerkannt bekommen wollen, brauchen Sie eine/n Berater/in, der/die mit genau dieser Behandlung Erfahrung hat. Sie weiß, auf welche Knöpfe sie beim Sachbearbeiter im Finanzamt drücken muss. Klingt abwegig? Wir von der Redaktion des Steuer-Schutzbriefs kennen Steuerzahler, die ihr Mandat aus genau diesem Grund zu einer Steuer-Spezialistin für Behandlungskosten gegeben haben.
  • Sie wollen aus Deutschland wegziehen. Eine Wohnsitzverlagerung ist steuerlich sehr beratungsintensiv. Allein hinter dem Fachbegriff "Wohnsitz" verbergen sich mehr Fallen, als die meisten Steuerzahler glauben. Wenn Sie steuerlich, rechtlich und finanziell alles richtig machen wollen, brauchen Sie den richtigen Experten - und zwar abhängig vom Land, in dem Sie sich niederlassen wollen!