Spekulationsfrist - Steuertipps für Kapitalanleger

Die Spekulationsfrist ist ein wichtiger steuerlicher Gesichtspunkt bei so genannten privaten Veräußerungsgeschäften. Dazu gehören zum Beispiel der Wiederverkauf von Immobilien und der private Verkauf von Kunst, Schmuck, Antiquitäten, Oltdtimern etc. Vor dem 1. Januar 2009 fielen auch private Aktiengeschäfte hierunter, seit Einführung der Abgeltungsteuer jedoch nicht mehr.

Wer die oben genannten Gegenstände ab dem Kaufzeitpunkt innerhalb der Spekulationsfrist wieder verkauft, muss seinen Gewinn daraus versteuern. Im Gegenzug darf er einen etwaigen Verlust daraus mit anderen Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen. Die Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften sind bei der Einkommensteuer mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Beim Kauf und Verkauf von Häusern, Wohnungen und Grundstücken beträgt die Spekulationsfrist 10 Jahre. Bei allen anderen privaten Veräußerungsgeschäften ist sie 1 Jahr lang. Das bedeutet: Behalten Sie Ihre Immobilien wenigstens 10 Jahre lang, danach ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn steuerfrei.

Für Wertpapiere galt vor 2009 wie gesagt ebenfalls eine Spekulationsfrist, und zwar von einem Jahr. Diese Frist ist mit der Abgeltungsteuer weggefallen. Der Handel mit Aktien ist immer zu versteuern, und zwar mit der pauschalen Abgeltungsteuer.

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