Kontoführungsgebühren steuerlich absetzen

Kontoführungsgebühren lassen sich grundsätzlich steuerlich geltend machen, wenn das Konto ausschließlich beruflichen oder betrieblichen Zwecken dient. Bei vielen Kontoinhabern mischt sich dieser berufliche Zweck jedoch mit einem privaten Einsatz. Dann sind nur Pauschalen oder anteilige Kosten absetzbar. In diesem Artikel lesen Sie, wie Arbeitnehmer, Selbstständige, Immobilienbesitzer und Kapitalanleger steuerlich das meiste Geld für sich herausholen.

Für alle Gruppen von Steuerzahlern gilt vorab und grundsätzlich:

Steuer-Tipp 1: Gemischt genutzte Konten haben schwer wiegende Nachteile. Zum einen verhindert die Privatnutzung wie gesagt einen vollen Steuerabzug der Gebühren. Zum anderen greifen die betrieblichen Aufbewahrungspflichten auf private Ausgaben über: Sie müssen sämtliche (privaten) Belege für Einnahmen und Ausgaben volle 10 Kalenderjahre aufbewahren. Bei getrennten Konten hätten Sie die privaten Belege entsorgen dürfen. Steuer-Falle: Wenn diese Unterlagen für ein gemischtes Konto nicht ordnungsgemäß sind, darf das Finanzamt sogar geschäftliche Einnahmen hinzuschätzen, wenn es an der ordnungsgemäßen Aufzeichnung der Einnahmen zweifelt.

Steuer-Tipp 2: Ein Steuerabzug ist immer nur der zweitbeste Weg, um Geld zu sparen. Der beste Weg ist, wenn Kosten gar nicht erst entstehen. Daher empfiehlt es sich, ein oder mehrere kostenlose Girokonten einzurichten für die beruflichen und betrieblichen Tätigkeiten.

Steuer-Anzeige: Fall Sie noch kein gesondertes Konto haben, eignet sich das kostenlose Girokonto der Norisbank. Sie können dieses Konto auch als Guthabenkonto bekommen - zum Beispiel bei mangelnder Bonität oder als Schutz vor einer Kontopfändung durch das Finanzamt. Stellen Sie jetzt zumindest eine unverbindliche Anfrage, welches Giro- oder Guthabenkonto für Sie passt und entscheiden Sie dann. Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • 0,- Euro Kontoführungsgebühr,
  • Deutschlandweit kostenlos Bargeld abheben und einzahlen,
  • Im Ausland kostenlos Bargeld abheben mit der kostenlosen Kreditkarte,
  • Mit paydirekt online und mobil bezahlen,
  • Über 2.700 Banking-Terminals der Deutschen Bank,
  • Über 9.000 Geldautomaten der Cash Group,
  • 24 Stunden, 7 Tage die Woche: telefonischer Kundendienst und Online-Banking.

Kontoführungsgebühren für Arbeitnehmer und GmbH-Chefs

Für einen Arbeitnehmer stellen die Kontoführungsgebühren Werbungskosten dar, weil Lohn und Gehalt in der Regel überwiesen werden. Ohne Konto gibt es kein Geld. Daher stehen die Aufwendungen im direkten Zusammenhang zu den Einnahmen.

Wenn Sie als Arbeitnehmer Ihr Girokonto auch für private Kontobewegungen nutzen, dürfen Sie Ihre Kontoführungsgebühren nur anteilig in der Einkommensteuererklärung berücksichtigen. Das Finanzamt erkennt für diesen Fall in der Regel eine Steuerpauschale für Kontoführung von 16 Euro pro Jahr an - ohne dass Sie weitere Nachweise einreichen müssen.

Arbeitnehmer tragen ihre Kontoführungsgebühren in der Steuererklärung in der Anlage N bei den Werbungskosten ein.

Arbeitnehmer und Privatleute bekommen ihr kostenloses Girokonto zum Beispiel bei der Norisbank, siehe oben.

Kontoführungsgebühren für Selbstständige

Unternehmer und Freiberufler mit reinem Geschäftskonto können sämtliche Kontoführungsgebühren als Betriebsausgaben bei der Gewinnermittlung geltend machen. Nutzt der Freiberufler ein gemischtes Konto für betriebliche und private Kontobewegungen sollte er die Aufwendungen aufteilen.

Steuer-Tipp: Deklarieren Sie Ihr Konto als Geschäftskonto, dann sind alle Kontoführungsgebühren abziehbar. Die privaten Kontobewegungen sind dann private Einlagen ins Unternehmen oder Privatentnahmen aus dem Unternehmen.

Für Freiberufler eignet sich ebenfalls das kostenlose Girokonto der Norisbank. Unternehmen (GmbH, AG etc.) brauchen ein Geschäftskonto, zum Beispiel das Fidor Smart Geschäftsgirokonto (kostenlose Kontoführung, Guthaben wird verzinst).

Kontoführungsgebühren für Vermieter

Auch Vermieter können Kontoführungsgebühren in der Anlage V ihrer Steuererklärung geltend machen. Bei gemischten Konten für Mieteinnahmen, Mietausgaben und privaten Kontobewegungen sollten Sie anteilige Kontoführungsgebühren geltend machen. Sie müssen die Höhe des Anteils schätzen. Einfacher ist es daher, wenn Sie ein gesondertes Mietkonto einrichten, von dem sämtlich Mieteinnahmen und Mietausgaben abgehen.

Wer seine Immobilie über eine Hausverwaltung vermietet, kann die Gebühren des Hausgemeinschaftskontos gelten machen, die auf seinen Miteigentumsanteil entfallen. Dieser Steuerabzug gilt zusätzlich zu den Kosten seines eigenen Kontos.

Kontoführung bei Kapitalanlegern

Kapitalanleger konnten bis zur Einführung der Abgeltungsteuer zum 1. Januar 2009 sämtliche Kontoführungsgebühren geltend machen, die im Zusammenhang mit den Kapitaleinnahmen standen. Seit der Abgeltungsteuer ist ein solcher Steuerabzug nicht mehr möglich.

Ausnahme: Kapitalanlagen, die als privates Veräußerungsgeschäft gelten, zum Beispiel für ein Fremdwährungskonto. Diese sind in der Einkommensteuererklärung mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, sofern der Veräußerungsgewinn innerhalb der Spekulationsfrist entstanden ist. Werbungskosten lassen sich von diesen Spekulationsgewinnen abziehen.

Kostenlose Girokonten online vergleichen

Damit Sie nicht nur Steuern, sondern auch Kontoführungsgebühren sparen, können Sie hier kostenlose Girokonten der verschiedenen Anbieter vergleichen. Die Ergebnisse sind nach Kosten beziehungsweise Ertrag sortiert. Um mehr über die besten Angebote zu erfahren, klicken Sie in der rechten Spalte auf "zum Anbieter". Tragen Sie jetzt im Formular Ihre (ungefähren) Erfahrungswerte ein und klicken Sie auf "Girokonten vergleichen":

Typische Kosten der Kontoführung

Zu den Aufwendungen der Kontoführung gehören:

  • monatliche Grundgebühren,
  • Pauschalen für jede einzelne Buchung,
  • Sondergebühren der Bank,
  • Dienstleistungen der Bank, zum Beispiel für das Einrichten von Online-Banking oder das Ausstellen einer neuen EC-Karte,
  • Überziehungszinsen (unter weiteren Voraussetzungen, siehe nächsten Abschnitt).

Sonderfall Überziehungszinsen

Achtung: Überziehungszinsen sind dagegen keine Kontoführungsgebühren für Privatleute und Arbeitnehmer. Sie lassen sich nur dann steuerlich geltend machen, wenn es sich um ein rein betriebliches Konto handelt. Außerdem hilt hierfür eine Höchstgrenze, die von den Entnahmen abhängt (so genannte "Zinsschranke").

Steuer-Tipp: Wenn sich Ihr Konto allerdings so lange und regelmäßig im Minus befindet, dass die Überziehungszinsen ins Gewicht fallen, dann sollten Sie ohnehin über einen Ablösungskredit nachdenken. Dessen Zinssatz ist niedriger als auf dem Girokonto. Die Einrichtungsgebühren und Kreditzinsen lassen sich ebenfalls steuerlich geltend machen.

Extra-Tipp: Kostenlose Girokonten finanzieren meist sich darüber, dass bestimmte Zusatzleistungen teurer sind, zum Beispiel die Höhe der zuvor erklärten Überziehungszinsen. Aus diesen Gründen sparen Sie mit unseren Tipps zu Kontoführungsgebühren nur dann das meiste Geld, wenn Sie einen negativen Kontostand vermeiden. Genau dies können Sie auch sicher stellen, indem Sie sich als zusätzliches Konto ein reines Guthabenkonto einrichten.


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