Firmenwagen - Steuertipps für Arbeitnehmer und GmbH-Geschäftsführer

Firmenwagen sind eins der beliebtesten Gehalts-Extras, um Angestellte zu motivieren und ihnen gleichzeitig eine Art steuergünstiges, zusätzliches Gehalt zu zahlen. Deshalb erlauben viele Unternehmen ihren Mitarbeitern, den Dienstwagen auch privat zu nutzen: für die Fahrt zur Arbeit und nach Hause, zum Einkaufen, um die Kinder zur Schule zu bringen, für den Urlaub etc. Der Arbeitgeber ist oft so freundlich und übernimmt sämtliche laufenden Kosten bis hin zu Benzin und Autobahngebühren.

Das Finanzamt sagt in diesem Fall jedoch: Eine solche Kostenübernahme ist vergleichbar mit einem zusätzlichen Gehalt oder Lohn. 100 Euro für die Tankfüllung sind demnach das Gleiche wie 100 Euro mehr aufs Konto. Durch die Privatnutzung des Firmenwagens entsteht dem Arbeitnehmer ein so genannter geldwerter Vorteil. Deshalb sind Steuern und Abgaben fällig.

Die Folge: Wann immer ein Arbeitnehmer privat mit dem Firmenwagen rumdüst, muss er seinen Privatvorteil versteuern.

Allerdings besteht der geldwerte Vorteil nicht bloß aus der kostenlosen Tankfüllung, sondern auch aus (anteiligen) Reparaturkosten, Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung etc. Also aus sämtlichen genau aufgeschlüsselten Kosten, die dem Mitarbeiter entstanden wären, wenn er mit einem eigenen Auto Brötchen holen oder in den Wochenend-Kurzurlaub gefahren wäre.

7 Firmenwagen-Mustervorlagen zum Download

Wie Sie Ihren Firmenwagen steuerlich möglichst günstig nutzen, steht auf den Unterseiten dieses Artikels. Damit Sie aber auch arbeitsrechtlich alles richtig machen, laden Sie sich je nach Bedarf diese anwaltlich erstellten Musterverträge und Vorlagen herunter:

Wie lassen sich die Firmenwagen-Kosten steuerlich greifen?

Um den Privatvorteil aus dem Firmenwagen zu ermitteln, gibt es zwei Methoden:

  • 1. die pauschale 1-Prozent-Methode: Sie ist sehr einfach, aber oft auch teuer. Der Mitarbeiter versteuert jeden Monat 1 Prozent vom Bruttolistenpreis des Firmenwagens, im Jahr also 12 Prozent.
  • 2. die genaue Fahrtenbuch-Methode: Sie ist oft günstiger, aber aufwändiger. Der Arbeitnehmer schreibt jeden Kilometer auf, den er im Jahr privat und beruflich gefahren ist. Im selben Verhältnis wird er an den tatsächlichen jährlichen Kosten des Firmenwagens beteiligt. Der Zeit- und Arbeitsaufwand lässt sich mit einem elektronischen Fahrtenbuch drastisch verringern.

Firmenwagensteuer berechnen

Mit diesem Rechner bekommen Sie eine Vorstellung davon, wie hoch die Dienstwagen-Versteuerung ist:

Hier stehen Erklärungen zum Firmenwagenrechner.

Keine Firmenwagen-Steuer zahlen

Um die Versteuerung des Dienstwagens zu verhindern, gibt es nur einen Weg: Der Arbeitgeber muss die Privatnutzung ausdrücklich verbieten. Ein solches Verbot ist regelrecht Pflicht und von großem Vorteil für jeden Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen ohnehin nicht privat fährt.

Weitere Steuertipps und Artikel zum Firmenwagen:

Firmenwagen: Nur ein Nutzungsverbot vermeidet die Steuerpflicht

vom 18. Juli 2013 (aktualisiert am 14. Juli 2014)

Was Sie jetzt tun müssen, um zu verhindern, dass das Finanzamt Steuern für Ihren Dienstwagen verlangt.[weiterlesen...]

Tankbelege verloren? Schätzen Sie Ihre Spritkosten

vom 27. Mai 2013 (aktualisiert am 06. Juni 2013)

Wie Sie das Finanzamt selbst dann an Ihren Benzinkosten beteiligen, wenn Sie keine Quittungen mehr besitzen.[weiterlesen...]

Dienstwagen im Urlaub

vom 19. August 2009 (aktualisiert am 14. Juli 2014)

Steuer-Spezial: Benzin, Unfall, Diebstahl - wer zahlt welche Kosten und was ist zu versteuern, wenn ein Arbeitnehmer mit seinem Firmenwagen in den Urlaub fährt?[weiterlesen...]

Keine Steuer auf Privatnutzung von Kasten- und Werkstattwagen

vom 02. März 2009 (aktualisiert am 14. Juli 2014)

Wie ein Firmenwagen beschaffen sein muss, damit das Finanzamt keine privaten Fahrten unterstellen und dafür Steuern fordern darf (BFH-Urteil, 1-Prozent-Methode).[weiterlesen...]

Fahrtenbuch: BFH erlaubt Fehler

vom 07. August 2008 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Streng und penibel war gestern: Wie Sie trotz mehrerer Fehler Ihr Fahrtenbuch vorm Finanzamt durchbekommen und damit Steuern sparen.[weiterlesen...]

Kfz-Steuer: Geländewagen-Fahrer haben neue Chance auf Erstattung

vom 05. März 2008 (aktualisiert am 14. Februar 2012)

Einige Steuerexperten und eine Reihe von Finanzgerichten vertreten die Auffassung, dass der Wegfall des Steuerprivilegs für schwere Pkw nicht mit der EU-Richtlinie zum Verkehrsrecht vereinbar ist. Endgültig zu entscheiden haben...[weiterlesen...]

Privatfahrt: Pkw-Diebstahl ist keine Betriebsausgabe

vom 07. November 2007 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Wird ein Firmenwagen bei einer Privatfahrt entwendet, führt der durch den Diebstahl verursachte Vermögensverlust nicht zu Betriebsausgaben, entschied der Bundesfinanzhof (BFH, Aktenzeichen: XI R 60/04). Der Fall: Ein Arzt war...[weiterlesen...]

Fahrtenbuch: Keine Fahrten zusammenfassen!

vom 26. Oktober 2007 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Das Finanzgericht (FG) Hamburg hat ein Fahrtenbuch abgelehnt, in dem der Fahrer eine mehrtägige Geschäftsreise zu einem einzigen Eintrag namens "Mandantenbetreuung" zusammengefasst hatte (Aktenzeichen: 8 K...[weiterlesen...]

Firmenwagen: Nur ein Fahrtenbuch erspart die Steuer

vom 24. September 2007 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Warum Arbeitnehmer ihre Fahrt zur Arbeit auch dann versteuern müssen, wenn sie gar nicht mit dem Firmenwagen, sondern mit Bus und Bahn dorthin gelangen.[weiterlesen...]

Unfall während Privatfahrt: Firmenwagen-Fahrer muss zahlen

vom 27. Juli 2007 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Verursacht ein Arbeitnehmer (auch GmbH-Geschäftsführer) mit seinem Firmenwagen während einer Privatfahrt einen Unfall, so werden die Unfallkosten von der Ein-Prozent-Regelung nicht erfasst, entschied der Bundesfinanzhof (BFH,...[weiterlesen...]

Firmenwagen: Ein-Prozent-Methode jetzt auch für Nutzfahrzeuge

vom 13. Juli 2007 (aktualisiert am 14. Februar 2012)

Nachtrag: Der Bundesfinanzhof (BFH) hat das folgende Urteil gekippt. Daher ist dieser Artikel weitestgehend hinfällig. Für aktuelle Informationen lesen Sie den Artikel "Keine Steuer auf Privatnutzung von Kasten- und...[weiterlesen...]

Garage für Firmenwagen steuerfrei bezahlen lassen

vom 18. Juni 2007 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Bislang war Ärger mit dem Fiskus programmiert, wenn Ihr Unternehmen oder Arbeitgeber Ihnen die Miete für die Garage ersetzte. Das Argument des Finanzamts: Die Miete sei zusätzliches Gehalt und damit voll steuerpflichtig. Der...[weiterlesen...]

Firmenwagen: Holen Sie sich zu viel gezahlte Steuer zurück

vom 18. Juni 2007 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Wenn Sie Ihren Firmenwagen selten privat nutzen, einen Gebrauchtwagen fahren oder einen Pkw, der bereits komplett abgeschrieben ist, zahlen Sie mit der Ein-Prozent-Methode zu viel Steuern. Diese können Sie sich am Jahresende von...[weiterlesen...]

Firmenwagen: Ein-Prozent-Methode gilt auch bei Nutzungsentgelt

vom 15. Juni 2007 (aktualisiert am 14. Februar 2012)

Die teure Ein-Prozent-Methode lässt sich nicht dadurch umgehen, dass der Firmenwagenfahrer für die Privatnutzung ein Nutzungsentgelt an seinen Arbeitgeber zahlt, entschied der Bundesfinanzhof (BFH, Aktenzeichen VI R 95/04). Darf...[weiterlesen...]

330 Euro Steuervorteil: Diesel-Pkw jetzt nachrüsten lassen

vom 29. Januar 2007 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Wenn  Sie Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern nachrüsten lassen, kommen Sie in den Genuss einer steuerlichen Förderung vom Staat. Konkret geht es um die Änderung der Kfz-Steuer, die am 1. April 2007 in Kraft tritt. Danach...[weiterlesen...]

Kfz-Steuer: Steuerprivileg für schwere Geländewagen gestrichen

vom 15. September 2006 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Die Fahrer schwerer Geländewagen, etwa eines "X5" von BMW oder eines Porsche "Cheyenne", müssen endgültig tiefer in Tasche greifen. Der Bundesfinanzhof (BFH) bestätigte jetzt, dass diese Fahrzeuge als Pkw...[weiterlesen...]

Wann ist ein Fahrtenbuch ordnungsgemäß?

vom 04. Mai 2006 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Der Gesetzgeber hat den Begriff des "ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs" im Sinn des § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG nicht näher bestimmt. Daher war der Bundesfinanzhof (BFH) immer wieder und in zahlreichen Urteilen gefordert, diesen...[weiterlesen...]

Firmenwagen: Längere AfA spart mehrere hundert Euro

vom 21. März 2006 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Firmenwagenfahrer müssen die Privatnutzung versteuern, entweder mittels der pauschalen Ein-Prozent-Methode oder exakt mit einem Fahrtenbuch. Bei der Fahrtenbuch-Methode werden alle Kfz-Kosten in die Berechnung des geldwerten...[weiterlesen...]

Notizzettel sind kein Fahrtenbuch

vom 19. März 2006 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Anforderungen an ein Fahrtenbuch einmal mehr verschärft (Aktenzeichen: VI R 27/05). Demnach ist das Buch zeitnah und geschlossen zu führen. Es ist zum Beispiel nicht erlaubt, lose Notizzettel...[weiterlesen...]

Firmenwagen: Autobahngebühren versteuern

vom 18. November 2005 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Wenn der Arbeitgeber Vignetten oder Mautgebühren übernimmt, die dem Arbeitnehmer während einer privaten Fahrt mit dem Firmenwagen entstanden sind, dann handelt es sich um einen so genannten "geldwerten Vorteil" (Urteil...[weiterlesen...]

Firmenwagenfahrer haben ein Recht aufs Fahrtenbuch

vom 11. November 2005 (aktualisiert am 14. Juni 2017)

Wie Sie am Jahresende die zu viel gezahlte Steuer auf Ihren Dienstwagen zurückerstattet bekommen.[weiterlesen...]

Firmenwagen: Privatnutzung per Arbeitsvertrag regeln

vom 11. Oktober 2005 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat kürzlich das Fahrtenbuch eines GmbH-Chefs gekippt, weil er den Grund seiner Fahrten nicht angegeben hatte. Nicht nur, dass er deshalb seine Privatnutzung mit der teuren Ein-Prozent-Methode berechnen...[weiterlesen...]

Firmenwagen-Privatnutzung: Wann reicht ein Verbot aus?

vom 18. Mai 2005 (aktualisiert am 31. Juli 2014)

Wer als Arbeitnehmer einen Firmenwagen nicht privat nutzen darf, muss auch keine Steuern für die Privatnutzung zahlen. So einleuchtend diese Regel auch klingt, ist sie dennoch erklärungsbedürftig. Denn der misstrauische...[weiterlesen...]

Anzeige:

Ihre Lebenszeit...

... ist zu wertvoll, um sie mit Steuerrecht zu vergeuden. Fragen Sie gezielt einen Profi, statt stundenlang selbst zu suchen. Hier bekommen Sie die verlässliche Antwort:

Anzeige:

Finden Sie den passenden Steuerberater

Ageras macht den Markt für Steuerberatung durchsichtig. Die Unterschiede zwischen Kanzleien sind riesig und viele Suchende wissen nicht, welcher Berater am besten für sie ist. Ageras ist ein unabhängiger Vermittler und findet mit Ihnen zusammen kostenlos die passenden Fachleute: