Ausübung von Aktienoptionen, BFH, VI R 3/03

BFH, VI R 3/03, nicht veröffentlichtes Urteil

Entscheidungsstichwort:

Sind Einnahmen aus der Ausübung von Aktienoptionsrechten in drei Veranlagungszeiträumen während des zehnjährigen Optionszeitraums außerordentliche Einkünfte oder laufender Arbeitslohn? Ist für die Gewährung der Steuerermäßigung nach § 34 Abs. 3 EStG in der für das Streitjahr 1995 maßgeblichen Fassung zusätzlich eine "Zusammenballung von Einkünften" zwingend erforderlich, wenn bereits das im Gesetz genannte Tatbestandsmerkmal "Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit" gegeben ist?

Leitsatz Urteil:

Die Tarifermäßigung für Vorteile aus Aktienoptionen entfällt nicht, wenn wiederholt Aktienoptionen eingeräumt werden und die betreffende Option nicht auf einmal ausgeübt wird.


 

Begriffserklärung:

Beim "Entscheidungsstichwort" handelt es sich um den grundsätzlich zu entscheidenden Fall, in Frageform vom Gericht erstellt.

Der "Leitsatz" verdichtet den Inhalt des Urteils zu einem oder mehreren wesentlichen Sätzen. Er wird vom Gericht erstellt.

"SSB-Kurzfassung" weist auf eine journalistische Bearbeitung des Falls von der Redaktion des Steuer-Schutzbriefs (SSB) hin. Wir arbeiten daran, nach und nach alle Einspruchsgründe mit einer solchen Kurzfassung zu versehen.