Keine Angst bei der Steuererklärung, Sie sind nicht allein!

vom 18. Mai 2016 (aktualisiert am 18. Mai 2016)
Von: Lutz Schumann

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein aktueller Newsletter hat zwei Schwerpunkte: 1. Die Einkommensteuererklärung für 2015, deren Abgabefrist für viele Steuerpflichtige in zwei Wochen endet, und 2. die lieben Kapitalanleger, die ich schon viel zu lange vernachlässige. Ich freue mich, wenn die Texte Ihnen beim Sparen helfen.

1. Keine Angst vor der Steuererklärung für 2015

In zwei Wochen am 31. Mai 2016 endet die Frist der Einkommensteuererklärung für 2015, wenn sie zur Abgabe verpflichtet sind. Und wenn Sie keine Fristverlängerung erhalten haben oder mit einem Steuerberater zusammenarbeiten.

Für die meisten Menschen ist das Ausfüllen der Steuerformulare ein Graus. Kein Wunder, eine schier unüberblickbare Flut von Vorschriften, neuen und geänderten Gesetzen, zahlreiche Verfahren vor den Finanzgerichten und viele Ausnahmeregelungen machen das deutsche Steuerrecht zu einem Steuerdschungel. Daher schrecken viele Steuerzahler vor einer Einkommensteuererklärung zurück.

Doch die Mühe lohnt sich, wie das Statistische Bundesamt kürzlich für das Jahr 2011 ermittelte. Demnach erhielten 11,5 Millionen Steuerpflichtige durch ihre Einkommensteuerveranlagung eine Steuererstattung. Diese betrug im Durchschnitt 875 Euro. Besonders häufig waren Rückerstattungen zwischen 100 und 1.000 Euro (in 62 Prozent der Fälle).

Das Problem bei der Steuererklärung: Viele Menschen wissen nicht, wo sie anfangen sollen, und fühlen sich überfordert. Das ist ihnen peinlich und sie fühlen sich allein - schließlich hören sie links und rechts immer wieder von Leuten, die ständig eine Steuererklärung ab- und mit einer Steuererstattung angeben.

Falls das auf Sie zutrifft, verrate Ihnen ein Geheimnis: Sie sind nicht allein. Es muss Ihnen auch nicht peinlich sein, sich bei diesem Thema überfordert zu fühlen. Tatsächlich geht es den meisten Menschen so, die nicht gerade mit Steuererklärungen ihr Geld verdienen. Selbst wer sich voriges Jahr den Durchblick erarbeitet hatte, hat das meiste Wissen bis heute vergessen. So ist das nun einmal bei Wissen, das man nicht monatlich anwendet.

Fazit & Fortschritt: Atmen Sie tief durch! Danach lesen Sie meinen Tipp samt Checkliste: "Wo fange ich bei der Steuererklärung an?" (siehe auch Artikel Nr. 2 in diesem Newsletter). Wenn Sie die Liste stupide abarbeiten, ergibt sich Ihre Steuerersparnis fast von alleine.

2. Steuer-Tipps für Kapitalanleger

Hach, das waren noch Zeiten: Als ich in jedem Newsletter einen geldwerten Tipp für Kapitalanleger raushauen konnte. Damals. Vor Einführung der Abgeltungsteuer. Heute fühlen sich "meine" Anleger ein wenig vernachlässigt, wie sie mir manchmal sch(m)erzhaft schreiben.

Dabei sind die Sparmöglichkeiten für (Klein-)Anleger seit der Abgeltungsteuer nicht etwa tot. Sie müssen nur sehr genau arbeiten und mitunter Jahre im Voraus planen. Dann schaffen sie es, die wenigen Hilfsmittel wie Sparerpauschbetrag oder Individualversteuerung über mehrere Jahre hinweg bestmöglich zu nutzen. Wie das geht, erkläre ich in einigen neuen oder erweiterten Anleger-Hintergrundarktikeln zu Aktien, Anleihen, Anlage KAP, Abgeltungsteuer und Sparerpauschbetrag (siehe folgende Artikel).

3. Viel Erfolg!

Sparen Sie viel und fleißig! Ich wünsche Ihnen wie immer reichlich Erfolg dabei. Und falls es doch nicht so gut klappt, denken Sie daran, rechtzeitig Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid einzulegen. Denn manchmal zahlt sich nur Beharrlichkeit aus.

Herzlichst, Ihr

Lutz Schumann
Chefredakteur und Herausgeber


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