Editorial
Die geplanten Steuererhöhungen bestrafen diejenigen, die bereits jetzt hohe Abgaben zahlen
vom 21. April 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, 2007 droht uns die größte Steuererhöhung aller Zeiten. Neben der höheren Mehrwertsteuer sollen ebenfalls eine Reichensteuer eingeführt, die Erbschaftsteuer reformiert, eine Gesundheitsreform auf den Weg gebracht und Erlöse aus Aktien- und Immobilienverkäufen mit einer Wertzuwachssteuer belegt werden. Nachdem nun auch noch das Bundesverfassungsgericht den so genannten Halbteilungsgrundsatz gekippt hat, wonach der Staat höchstens 50 Prozent der Erträge eines...[weiterlesen...]
Keine "Liebhaberei" bei Immobilien
vom 21. März 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser Liebhaberei – mit diesem magischen Wort versucht der Fiskus, verlustträchtigen Existenzgründungen nach einer gewissen Frist den Garaus zu machen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die mehr oder weniger hohen Verluste werden oft mit anderen positiven Einnahmen Steuern sparend verrechnet, etwa Mieten oder Kapitaleinkünften. Die Finanzverwaltung versuchte dieses Spielchen jetzt auch bei Immobilien. Denn auch hier werden oftmals jahrelang dicke Verluste geschrieben...[weiterlesen...]
Der Halbteilungsgrundsatz muss ins Grundgesetz!
vom 19. März 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, schade, es wäre auch zu schön gewesen! Doch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat in der letzten Woche den so genannten "Halbteilungsgrundsatz" gekippt, wonach Erträge höchstens zur Hälfte besteuert werden dürfen. Den "Halbteilungsgrundsatz" hatte der damalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof 1995 im Zusammenhang mit der Vermögensteuer aufgestellt. Die amtierenden Verfassungsrichter stellten in ihrem aktuellen Urteil klar, dass dieser...[weiterlesen...]
Die EU-Steuer kommt, sie ist nur eine Frage der Zeit
vom 06. März 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, die Europäische Union (EU) kann es nicht lassen. Schon 2001 machte sich Brüssel für eine EU-Steuer stark. Jetzt hat EU-Kommissar László Kovács erneut eine eigene Steuer gefordert. Dadurch würden Konflikte über das EU-Budget der Vergangenheit angehören, argumentiert Kovács. Damit sich die EU-Finanzminister nicht monatelang über das Budget der EU streiten müssen – wie es Ende vergangenen Jahres der Fall war – solle die EU lieber selbst Steuern einnehmen können. Eine...[weiterlesen...]
Schluss mit der gedankenlosen Kreditaufnahme!
vom 21. Februar 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, der Schuldenberg von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern ist mittlerweile auf fast 1,5 Billionen Euro angewachsen. In jeder Sekunde wächst das Problem um weitere 2.113 Euro. Die Zahlungen für Zinsen und Tilgung belasten die öffentlichen Haushalte immer mehr und verhindern eine Senkung der Steuersätze. Die große Koalition startete dennoch unverdrossen mit einer Rekord-Nettokreditaufnahme von über 40 Milliarden Euro allein für den Bund – und...[weiterlesen...]
Zunehmende Kontenabfrage – trotz strittiger Verfassungsmäßigkeit
vom 08. Februar 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, nach Informationen der deutschen Finanzaufsicht BaFin gab es im letzten Jahr 62.000 Kontenabfragen. Regionale Volksbanken kommen sogar auf Millionen. Der Grund für die unterschiedlichen Angaben: Die BaFin zählt die Anfrage eines Finanzamts nur einmal, doch werden durch sie zahlreiche Anschlussanfragen bei den 2.300 Kreditinstituten in Deutschland ausgelöst. Fakt ist, dass die seit 2005 möglichen Kontenabfrage jetzt weitgehend automatisiert möglich ist. Die Computer...[weiterlesen...]
Immobilienbesitzern droht eine Teilenteignung
vom 16. Januar 2006 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, die Große Koalition hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen, gerade bei Immobilien. Das hat erhebliche Auswirkungen für alle privaten Grundeigentümer. Den Betroffenen drohen damit erhebliche Verluste bei ihrer Altersvorsorge. CDU und SPD wollen nach den jüngsten Plänen voraussichtlich schon von 2007 an Veräußerungsgewinne bei vermieteten Immobilien pauschal mit 20 Prozent besteuern – unabhängig davon, wie lange Sie das Objekt besessen haben. Bislang...[weiterlesen...]
EuGH fällt bedeutendes Urteil über Auslandsverluste
vom 20. Dezember 2005 (aktualisiert am 06. Januar 2008)Liebe Leserin, lieber Leser, bislang ist für deutsche Unternehmen mit ausländischen Tochtergesellschaften die Sache klar: Das Mutterunternehmen darf Verluste der Tochter nicht für sich verwerten. Das gilt auch für Privatpersonen. Besitzen Sie beispielsweise ein spanisches Ferienhaus, das sie regelmäßig vermieten, dürfen Sie die in Spanien anfallenden Verluste aus Vermietung und Verpachtung in Deutschland nicht Steuern sparend mit anderen Einkünften verrechnen (Gehalt, Zinsen, Gewinnanteile...[weiterlesen...]
