Editorial

Die neue Reichensteuer sorgt für weniger Gerechtigkeit

vom 18. November 2005 (aktualisiert am 06. Januar 2008)

Liebe Leserin, lieber Leser, ab 2006 soll es nach dem Willen der Großen Koalition in Deutschland eine Reichensteuer geben, die nach Berechnungen der SPD-Linken rund 1,2 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen soll. Ich halte diesen Betrag nicht nur für unrealistisch, sondern auch absolut blauäugig. Eine Sondersteuer für Besserverdienende – der Vorschlag scheint in Zeiten, in denen Durchschnitts- und Geringverdiener stärker zur Kasse gebeten werden, schon gerecht. Doch diese...[weiterlesen...]

'Abgeordnete sind keine normalen Steuerzahler…'

vom 05. November 2005 (aktualisiert am 25. Januar 2010)

Liebe Leserin, lieber Leser, als regelmäßiger Leser des "Steuer-Schutzbriefs" wissen Sie, dass unsere Bundestagsabgeordneten eine üppige Pauschale zur Beschäftigung von Mitarbeitern in Höhe von 9.720 Euro pro Monat und zusätzlich noch eine Werbungskostenpauschale von 7.500 Euro erhalten. Im Unterschied zu uns normalen Steuerzahlern müssen die Volksvertreter dem Finanzamt gegenüber die Ausgaben nicht mit Belegen nachweisen. Bei uns dagegen verlangt der Fiskus für jeden Euro, den wir...[weiterlesen...]

Der Fiskus verlangt die Jahressteuerbescheinigung immer öfter als Nachweis

vom 31. Oktober 2005 (aktualisiert am 06. Januar 2008)

Liebe Leserin, lieber Leser, die Finanzverwaltung macht mal wieder mobil. Doch sind nicht nur, wie sonst üblich, alle Selbstständigen dran, sondern diesmal gilt die Aufmerksamkeit vor allem den Kapitalanlegern. Hintergrund: Die neuen Jahressteuerbescheinigungen, die die Banken und Sparkassen allen Kunden erstmals für das Jahr 2004 ausstellen müssen und auf denen alle Einnahmen penibel aufgeführt sein sollen, rückten ins Interesse der Finanzämter. Zahlreiche Oberfinanzdirektionen (OFD) haben...[weiterlesen...]

Werden steuerzahlerfreundliche Urteile bewusst zurückgehalten?

vom 20. Oktober 2005 (aktualisiert am 06. Januar 2008)

Liebe Leserin, lieber Leser, das ist ein echter Skandal! Bis zur Veröffentlichung von Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) im Bundessteuerblatt vergehen oft ein bis zwei Jahre. Hintergrund: Die deutschen Finanzämter müssen BFH-Urteile erst mit Veröffentlichung im Bundessteuerblatt für alle betroffenen Steuerzahler anwenden. Werden die Entscheidungen nicht veröffentlicht, stellt sich der Fiskus stur. In den letzten Jahren wurden BFH-Urteile, die zugunsten der Steuerzahler ausfielen, nicht oder...[weiterlesen...]

10 Jahre Vermögensteuer "auf Eis" – lebt sie jetzt neu auf?

vom 11. Oktober 2005 (aktualisiert am 06. Januar 2008)

Liebe Leserin, lieber Leser, vor 10 Jahren kippte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Vermögensteuer in Deutschland. Was viele nicht wissen: Die Karlsruher Richter untersagten am 22. Juni 1995 deren Erhebung nicht grundsätzlich. Sie stuften die Vermögensteuer in der damaligen Form nur aus einem wichtigen Grund als verfassungswidrig ein: Die Regeln für die Bewertung des Vermögens verstießen gegen das Gleichheitsgebot. So wurden damals Immobilien zu den veralteten...[weiterlesen...]

Eine Bürgersteuer anstelle der Gewerbesteuer?

vom 16. September 2005 (aktualisiert am 06. Januar 2008)

Liebe Leserin, lieber Leser, die Gewerbesteuer ist seit Jahren umstritten. Es gab immer mal Ansätze, diese Steuerart abzuschaffen. Diese Vorstöße scheiterten meist an einem adäquaten Ersatz. Der könnte jetzt gefunden worden sein: Die unabhängige Stiftung Marktwirtschaft präsentierte jüngst einen Vorschlag, der bei Politikern und Verbänden insgesamt ein positives Echo auslöste. Die Steuerexperten der Stiftung schlugen vor, die Gewerbesteuer von heute durchschnittlich 14 Prozent gänzlich...[weiterlesen...]

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